Geeks, Nerds und Dorks?

29. März 2010

Und noch ein Schaubild, diesmal zur Klärung der Beziehung von Geeks und Nerds zu Dorks (und Dweebs) – was immer das im Deutschen sein sollte:

Interessant auch der Begriff „Social Ineptitude“ . Leo.org gibt als Übersetzung für „Ineptitude“ die beiden Möglichkeiten „Ungeeignetheit“ und „Albernheit“ an. Außerdem den Hinweis auf das ortographisch sehr ähnliche „Inaptitude„, was mit „Unfähigkeit“ und „Unpassendheit“ übersetzt wird.

[Bild von Greatwhitesnark.com]


Diagramm der Geek-Kultur

31. Januar 2010

Auf Mister.de findet sich die überwältigende Mindmap des gemeinen Geeks:

Interessant vor allem, wegen der verschiedenen Geek-Typen, die hier definiert werden. Physik, Mathe, Geschichte und Literatur sind Geek-Wissenschaften, Biologie, Chemie, Erdkunde, Sozialkunde, Kunst und Sprachen nicht. Man kann zwischen Trekkies und Sci-Fi-Geeks, Rollenspielern und Gamern, Japan-Fans und Otakus, Computer Geeks, Programmer Geeks und IT-Typen differenzieren. Zudem sind Modelle, Filme, Comicbücher und Autos typenbildende Gegenstände. Sammeln und Designen sind geekige Tätigkeiten. Und Bloggen, Hacken und Raubkopieren auch. Man sollte nicht allzu kritisch sein, weil sicherlich auch noch andere Typen zugelassen wären, aber bedenkenswert sind diese Richtungen schon.

Sehr überzeugend ist die Grundtrias, die die Persönlichkeit eines Geeks bestimmt: Akademische Bildung+Popkultur+Technik. Diese Definition macht den Geek, trotz einiger unbestreitbarer Vorläufer, als Sozialphänomen erst seit den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts möglich, als alle drei Faktoren eine weite Verbreitung erfahren haben.


Poppige Geeks vs. Hardcore-Nerds

15. Oktober 2009

David Brooks vertritt in einem größtenteils aus anderen Quellen zusammengeschriebenen Artikel in der New York Times die These, dass die Kategorien „Nerd“ und „Geek“ im Laufe der Zeit ihren kulturellen und sozialen Status gewechselt hätten. Zunächst war der Nerd der bessere Geek, bevor der Geek den Nerd im Ansehen überholt und abgehängt hat:

At first, a nerd was a geek with better grades. The word described a high-school or college outcast who was persecuted by the jocks, preps, frat boys and sorority sisters. Nerds had their own heroes (Stan Lee of comic book fame), their own vocations (Dungeons & Dragons), their own religion (supplied by George Lucas and “Star Wars”) and their own skill sets (tech support). But even as “Revenge of the Nerds” was gracing the nation’s movie screens, a different version of nerd-dom was percolating through popular culture. Elvis Costello and The Talking Heads’s David Byrne popularized a cool geek style that’s led to Moby, Weezer, Vampire Weekend and even self-styled “nerdcore” rock and geeksta rappers.

[…] Among adults, the words “geek” and “nerd” exchanged status positions. A nerd was still socially tainted, but geekdom acquired its own cool counterculture. A geek possessed a certain passion for specialized knowledge, but also a high degree of cultural awareness and poise that a nerd lacked.

Geeks not only rebelled against jocks, but they distinguished themselves from alienated and self-pitying outsiders who wept with recognition when they read “Catcher in the Rye.” If Holden Caulfield was the sensitive loner from the age of nerd oppression, then Harry Potter was the magical leader in the age of geek empowerment.

Bedenkenswert ist die rudimentäre Erklärung, dass es ein popkultureller Einfluss gewesen sein soll, der diese Veränderung des Ansehens von Geeks hervorgebracht haben soll. Implizit steckt darin die These, dass der echte Nerd popkultur-untauglich ist.