Prior to editing

Als Robert Joy die Titelrolle in Larry Shues „The Nerd“ im Helen Hayes Theatre spielte, erklärte er in einem Interview für das New York Magazine am 23. März 1987 seinen Zugang zu diesem Typ Mensch so:

„Everything I’m using in Steadman is me prior to editing. I found out very early that what makes the Nerd the way he is is that he doesn’t check himself to see if what he is saying is cool enough. That’s why a lot of scholars are called nerds – their minds aren’t on the impression they are making. The Nerd is a very free person, and it was easy for me to find what was lovable in him.“ (S. 25)

Interessant ist die Wortwahl „prior to editing“. Es lässt den Nerd als einen Menschen erscheinen, der sich einer gesellschaftlichen Tendenz entzieht, dass jede Äußerung, jede Handlung und jedes Auftreten so gemacht wird, als würde sie in einem publizistischen Kontext stehen. Menschen reden so, als könnte es auch in einer Zeitschrift oder in einem Radiofeature verwendet werden, Menschen handeln so, als würde es sich um eine Szene in einem Spielfilm oder einem Theaterstück handeln, Menschen treten so auf, als würden sie sich in einem Musikvideo oder einer Talkshow befinden. Dass der Nerd „prior to editing“ is, könnte, wenn man es noch weiter denkt, auch bestimmte Vorlieben des Nerds erklären, etwa die für das World Wide Web, das in seiner Gänze auch „prior to editing“ ist.

[Foto aus dem New York Magazine]

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